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Meducase
Fallbasiertes, problemorientiertes Lernen in der Medizin
Das Meducase-Konzept geht von klinischen Fällen aus und weckt bei den Studierenden eine starke eigene Motivation, Lerninhalte aus unterschiedlichen Bereichen der Medizin und den theoretischen Gebieten zu erarbeiten. Dabei werden die klassischen Fächergrenzen überschritten und besonders die Arbeit im Team und das Einbeziehen von Fachwissen aus dem Internet gefördert. Die Meducase-Software vermag dabei sowohl Fälle darzustellen, als auch durch ein "Umschalten" zum virtuellen Hörsaal Bezüge zum theoretischen Wissen herzustellen. Dabei wird ein freies Wechseln ermöglicht, das die Studierenden befähigt, in individueller Lerngeschwindigkeit Wissen aus verschiedenen Bereichen zu erarbeiten, um so auch komplexe Inhalte der Medizin zu erlernen. Ziel von Meducase ist, die simulative Darstellung von Fallbeispielen mit medizinischen Inhalten zu verbinden, um so eine höhere Lerneffizienz zu erzielen. Das didaktische Konzept stützt sich dabei auf aktuelle Erkenntnisse des konstruktivistischen Lernens. Intelligente Datenbankstrukturen und die Implementierung semantischer Netzwerke in der Medizin erlauben dem Benutzer den freien Zugriff auf Inhalte, die durch strikte Internetverfügbarkeit schnell erreichbar sind. Noch nicht zum selbstgesteuerten – und damit potentiell "lebenslangen" – Lernen bereite BenutzerInnen können bei Meducase durch Wechseln der "Modi" auch zu einem "geführteren Lernstil" bis hin zum "Lernen am positiven Beispiel" wechseln und sich so dem eigenen Lernstil anpassen. Das inhaltliche Spektrum richtet sich von A wie Allgemeinmedizin bis Z wie Zahnmedizin. Alle Inhalte werden entlang des Kerncurriculums des Reformstudiengangs der Charité, eines aufwändig diskutierten Katalogs "wichtiger, dringlicher und didaktisch sinnvoller" Lernbereiche, erstellt. Technisch setzt Meducase auf open source-Software. Das ContentManagementSystem Webman wurde für die Dateneingabe im medizinischen Bereich weiterentwickelt, das zudem durch eine spezielle medizinische Mediendatenbank unterstützt wird. Die nach Inhalt, Struktur und Layout unabhängig gehaltenen Daten werden mittels UMLS (Unified Medical Language System) semantisch vernetzt. Dies ermöglicht eine nachhaltige Nutzung und Weiterentwicklung sowohl auf inhaltlicher als auch auf technischer Ebene.
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