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Die Positionierung virtueller Hochschulen im Bildungsmarkt
Fachgebiet(e): Begleitvorhaben,
Abstract: Die strategischen Optionen virtueller Hochschulprojekte in Deutschland sollen bezüglich ihres Erfolgspotentials analysiert und in ihrem Erfolgspotential bewertet werden. Dafür werden in einem ersten Schritt die intendierten strategischen Konzepte der virtuellen Projekte Bayern, Baden-Württemberg, Winfoline, Virtus, Fernuniversität Hagen und Virtuelle Fachhochschule dargestellt und im Kontext der Dynamik des Wettbewerbsumfeldes "Hochschullehre" zu platziert.
Statt die Vorteilhaftigkeit der Implementierung virtueller Studienmodule, Studiengänge oder Hochschulprojekte einzig aus dem innovativen Charakter moderner Informations- und Kommunikationstechnologie zu begründen, wird im Forschungsansatz dieser Arbeit die Konfigurierung eines strategischen Konzeptes virtueller Projekte aus der Wettbewerbsdynamik der Hochschullehre abgeleitet. Diesbezüglich ist es unumgänglich die strategischen Erwartungen und Ziele der in die Hochschullehre involvierten Interessensgruppen bezüglich der Virtualisierung von Teilen oder ganzer Studiengänge empirisch zu erheben.
Dabei sind folgende Fragestellungen von besonderer Relevanz: Welche Nutzenpotentiale ergeben sich aus der Virtualisierung von Elementen der
Hochschullehre für Studierende, Hochschullehrer, Hochschulleitungen und Ministerien? Welche Barrieren und Interessenskonflikte sind mit der Virtualisierung der Hochschullehre zu erwarten?
Aus der Perspektive des wettbewerbstheoretischen Modells von Michael E. Porter werden die Erfolgspotentiale der strategischen Konzepte der oben genannten virtuellen Hochschulprojekte unter der Perspektive einer Differenzierungs-, Nischen- oder Kostenführerschaftsstrategie untersucht. Um das Erfolgspotential dieser unterschiedlichen Strategietypen abschätzen zu können, wird des Weiteren eine vergleichende Analyse der Wertschöpfungsketten von Präsenz- Fern- und Virtuellen Hochschulen bezüglich des Kernprozesses Hochschullehre und der ihn unterstützenden Aktivitäten durchgeführt. Durch die Gliederung des Kernprozesses Hochschullehre in die Einzelaktivitäten kann die Vorteilhaftigkeit der Virtualisierung von einzelnen Komponenten oder ganzer Studiengänge diskutiert werden. In diesem Zusammenhang sind die strukturellen Unterschiede von Präsenz- und Fernhochschulen besonders herauszuarbeiten
Auf Basis der vergleichenden Wertschöpfungsanalyse werden abschließend unterschiedliche Geschäftsmodelle für virtuelle Hochschulen zu entwickelt. Unter Reflexion der angelsächsischen Virtuellen Hochschulprojekte sind die Erfolgspotentiale unterschiedlicher Geschäftsmodelle zu bewerten. Diesbezüglich sollten mögliche Erfolgsfaktoren und Kernkompetenzen virtueller Hochschulen selektiert werden.
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