ein Service vom

Projektträger Neue Medien in der Bildung + Fachinformation
 
Mobiles Lernen
 
 
Mobiles Lernen - Navigation
 
 

Werkzeuge zur elektronischen Unterstützung von mobilen Szenarien

Unterstützung von interaktiven Veranstaltungen

Die folgenden drei Werkzeuge wurden an der U Darmstadt entwickelt:

1. Virtual MultiBoard-Software (VMB) als Ersatz der klassischen Schiebetafeln
Das VMB zeigt neben der aktuellen Folie eine Historie der vorangegangenen Folien an. Die Anzahl angezeigter Folien ist konfigurierbar, hängt aber auch von den Projektions-möglichkeiten im Vorlesungssaal ab. Das VMB arbeitet sehr gut in Kombination mit PowerPoint, kann aber auch mit beliebiger anderer Software genutzt werden. Zu den Grundmöglichkeiten des VMB zählen die Anzeige und das Weiterschalten der Folien. Bei PowerPoint erfolgt dies automatisch. Bei anderer Software ist eine manuelle Weiterschaltung erforderlich – das ermöglicht dafür aber auch eine Wahl der "History-Folien" nach Inhalten.
Der Dozent kann die angezeigten Inhalte jederzeit mit verschiedenen Farben annotieren oder hervorheben. Zusätzlich sind in das VMB Komponenten zur Interaktion mit den Studierenden integriert, die insbesondere ein Multiple Choice Quiz, die Beurteilung einzelner Aspekte der Lehre und Fragen aus dem Publikum beinhalten.
Im Rahmen der Vorlesungen hat sich das VMB als einfach zu nutzen, gleichzeitig aber auch sehr hilfreich erwiesen. Besonders der direkte Zugriff auf Fragen der Hörer stellte sich dabei für die Dozenten als nützlich heraus, zumal wir das Feedback auch optisch an die Studierenden zurückmelden – diese können jederzeit sehen, wie viele "offene" Fragen vorliegen oder wie die Vorlesung unter einzelnen Aspekten – wie der Geschwindigkeit des Vortrags - von ihren Kommilitonen bewertet wurde.

2. OCLI (Open Client Lecture Interaction)
ist ein geräteunabhängiges, Web-basiertes Tool zur Interaktionsunterstützung in der Vorlesung. Die Studierenden können damit Fragen einsenden sowie die Qualität der Lehre bewerten.

3. TVremote
ist der Nachfolger von OCLI. Es deckt im Wesentlichen den gleichen Funktionsumfang ab – Stellen von Fragen, Einsenden von (zeitunkritischen) Kommentaren, Bewertung der Qualität der Lehre, Teilnahme an Wissenstests und Abstimmungen. Zusätzlich können Studierende interessante Vorlesungspassagen markieren, um einen späteren Zugriff auf diese Stellen zu erleichtern.
TVremote ist weitestgehend mit einem einzelnen Mausklick nutzbar und lenkt daher auch in allgemeinen Vorlesungsphasen nur minimal ab. In speziell inszenierten Interaktionsphasen – in der Regel für Multiple Choice-Tests – ist die Ablenkung immer noch minimal, bei gleichzeitig maximaler Interaktion. Lediglich das Stellen von Fragen lenkt stärker von der Veranstaltung ab. Da die Studierenden aber in der Regel ein aktives Interesse an der Beantwortung der Fragen haben, ist diese Ablenkung nicht als kritisch zu betrachten.

Kontakt: Guido Roessling
Email: guido@tk.informatik.tu-darmstadt.de


IVES – Software für die Interaktive Vorlesung (U Hannover)
Das Interaktive Vorlesung Szenario setzt voraus, dass der Unterricht wie bisher im Hörsaal stattfindet. Das Präsenzlehre-Paradigma geht davon aus, dass die Studenten vor Ort an der Vorlesung teilnehmen. Es soll durch Multimedia und Interaktivität ergänzt werden. Jeder Student sollte über ein Notebook verfügen, das einige Hardware und Software Voraussetzungen erfüllen muss. Im Rahmen der Interaktiven Vorlesung wurde versucht, die Verwendung des Notebooks vollständig in den Lehr-/Lernprozess zu integrieren. Wir fördern intensive Interaktivität zwischen den Studenten und dem Dozenten durch multimediale und computerbasierte Mittel.
Herzstück dieses Teilprojektes war die Entwicklung der IVES Software, die aus einer Reihe von serverbasierten Programmen (Servlets) besteht. Die Servlets sind Java Programme, die mit den bekannten WebServices verglichen werden können, indem sie Anfragen von Web-Browser Klienten empfangen, verschiedene Aktionen ausführen und schließlich die Ergebnisse als HTML Inhalt an den Klienten zurücksenden. Der Vorteil dieser Vorgehens-weise ist, dass der Installations- und Konfigurationsaufwand auf der Klientenseite minimal ist, es müssen lediglich ein Internetbrowser und Java installiert sein. Die Servlets haben gleichzeitig Zugriff auf alle lokalen oder entfernten Ressourcen, die vom Server erreichbar sind. Wir nutzen diesen Vorteil, um die für den Vorlesungsbetrieb erforderlichen Daten in einer MySQL Datenbank abzuspeichern.
IVES soll die Benutzer bei Fragensätzen sowie bei direktem und indirektem Feedback unterstützen. Da zwei symmetrische Betrachtungswinkel benutzt werden können, haben wir zwei Benutzerrollen eingeführt. Die zusätzliche Administrator Rolle dient administrativen Zwecken.

IVES unterstützt drei Arten von Fragen (bzw. Antworten):

  • ja / nein,
  • Essay und
  • Multiple-Choice.


Man kann beliebige Mengen von Fragen kombinieren, um alle mögliche Wissensarten und -darstellungen zu unterstützen und zu testen. Als Ergebnis hat man Fragensätze (Quizzes), die beliebig oft und lang an den Studenten veröffentlicht werden können. Die Antworten werden online statistisch ausgewertet.

Rolle des Dozenten
Der Dozent hat die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt (vor oder sogar während der Vorlesung) Fragensätze (Quizzes) zu erstellen. Hierfür steht ihm eine wizard-ähnliche graphische Schnittstelle zur Verfügung. Die Fragensätze können beliebig und nach Bedarf geändert oder gelöscht werden. Sie sollen normalerweise im Voraus geplant und erzeugt werden, weil die Erstellung längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Qualität der Fragen ist sehr wichtig für die Interaktion und Motivation der Studenten. IVES ist flexibel, wenn nötig, kann man Fragen auch spontan erzeugen. Während der Vorlesung kann der Dozent jeweils für eine bestimmte Dauer die anliegenden Fragensätze veröffentlichen und anschließend die Ergebnisse graphisch und in Echtzeit (sobald die Antworten angekommen sind) verfolgen. Er erhält eine statistische Auswertung der Antworten und kann frei entscheiden, ob er sie veröffentlichen will oder nicht.
Die Studenten können den bisherigen Verlauf der Veranstaltung bewerten und zusätzlich Nachrichten senden. Der Dozent sieht über eine statistische Auswertung, wie die Studenten den Unterricht wahrnehmen oder welche Aspekte unklar oder nicht genügend dargestellt wurden und kann somit reagieren. Er könnte z. B. das Vorlesungstempo verringern oder verschiedene Teile oder Begriffe wiederholen oder vertiefen.

Rolle des Studenten
IVES zeigt den Studenten an, welche Fragensätze (Quizzes) zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beantworten sind. Ein Student darf (muss aber nicht) eine Frage beantworten, die gerade veröffentlicht wurde. Die Pilotveranstaltung Interaktive Vorlesung hat eindrucksvoll gezeigt, dass fast alle Studenten mit Notebook an den Quizzes teilnahmen und versuchten, die Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Diese Form der Interaktion wurde auch in der Evaluation der Veranstaltung sehr positiv von den Studenten bewertet. Eine andere Echtzeitfunktion von IVES ermöglicht den Studenten, verschiedene Qualitätsparameter der Vorlesung zu bewerten und folglich zu beeinflussen.
Manche Studenten finden es unbequem und anstrengend, Fragen während der Vorlesung und vor den anderen zu stellen (insbesondere bei großen Veranstaltungen). Für diesen Fall bietet IVES den Studenten die Chance, ihre Fragen in elektronischer Form zu stellen und lautlos an dem Dozent zu senden. Lautlos bedeutet in diesem Kontext, dass die Nachrichten nur von dem Dozenten gesehen werden können. Der Student muss sich in IVES nicht mit seinem Klarnamen anmelden sondern er erhält ein Pseudonym. Diese zumindest teilweise Anonymität fördert die Bereitwilligkeit Fragen zu stellen. Andererseits ist es natürlich möglich, die realen Benutzer hinter den Pseudonymen zu ermitteln, dies hält die Lernenden davon ab, mit dem System offensichtlichen Unfug zu treiben. Da der Dozent jederzeit frei entscheiden kann, ob er den Feedback veröffentlicht oder nicht, kann er auch bei Missbrauch eingreifen.

Rolle des Administrators
Für administrative Zwecke haben wir diese Rolle eingeführt. Der Verwalter hat das Recht, Benutzerkonten anzulegen, ändern oder löschen.

Evaluation und Weiterentwicklung von IVES
Wir haben in der ersten Phase des Projektes (Blockvorlesung "Einführung Betriebssysteme" als Interaktive Vorlesung im Februar 2003) IVES eingesetzt und die Studenten haben sehr positiv reagiert. Das Interesse war hoch: wir haben durchschnittlich alle 15 Minuten Fragensätze gestellt. Die anschließende Evaluation hat gezeigt, dass die Studenten noch öfter gefragt werden wollen. Der Grund liegt wahrscheinlich daran, dass die sofortige Überprüfung neuer Kenntnisse sehr aufregend ist (Quiz-Effekt). Die lautlosen Nachrichten wurden häufig benutzt und die Anwendung von IVES auf der Professorenseite war ebenso erfolgreich. Aus den Ergebnissen der durchgeführten Evaluation der Interaktiven Vorlesung schließen wir, dass die Entwicklung und die Implementierung von IVES erfolgreich durchgeführt wurden.
Für die zweite Phase haben wir uns entschieden, die IVES Software weiter in Richtung einer höheren Ergonomie zu verbessern. Zusätzlich wollten wir einige Funktionen ergänzen, die wir während der ersten Phase vermisst und uns gewünscht haben. Wir haben in der 1. Phase beobachtet, wie der Professor und die Studenten mit IVES gearbeitet haben.
Der Professor muss sich während der Vorlesung zusätzlich mit IVES beschäftigen. Das bedeutet, von Zeit zu Zeit den Unterricht zu unterbrechen und schnell und gleichzeitig mit den drei Bereichen von IVES zu arbeiten. Der Professor muss die Fragen veröffentlichen, er soll auch die Nachrichten der Studenten bearbeiten und, je nach Möglichkeit, verschiedene Qualitätsparameter dem Diskurs anpassen. Die Studenten sollen sich, parallel mit der Verfolgung der Vorlesung, mit IVES befassen. Die Fragensätze können relativ reibungslos behandelt werden, da hierfür die Vorlesung immer kurz unterbrochen wurde. Die Beurteilung verschiedener Qualitätsparameter der Vorlesung sowie das Schreiben von Nachrichten sollen allerdings schnellstmöglich und parallel zur Vorlesung geschehen.
Die zweite Version von IVES hat alle diese Überlegungen in Betracht gezogen. Die Professoren- und Studenten-GUIs müssen soweit möglich alle Informationen kompakt anzeigen und deren Betrachtung und Bearbeitung vereinfachen. Der Professor hat alle Funktionen griffbereit, die einem Fragensatz (Quiz) zugehören. Viele Funktionen sind jetzt mit Popup-Fenstern implementiert, weil sie nur so simultan betrachtet und beliebig angeordnet werden können (z.B. die Nachrichten und die Qualitätsparameter). Zusätzlich soll der Professor informiert werden, wenn neue Nachrichten eintreffen, um schnell reagieren zu können. Das Studenten-GUI ist jetzt als minimale Taskleiste gestaltet, so dass die Arbeit mit anderen Programmen nicht behindert wird.

Das Multimediapult - Hardware für die Interaktive Vorlesung (U Hannover)
Die verwendete Hörsaal Hardware bestand aus zwei Beamern und einem Multimedia-Pult, das für die Veranstaltung konzipiert wurde. Durch das Multimedia-Pult kann der Dozent die Vorlesungsmaterialen präsentieren und durch Annotationen ergänzen. Dies wurde durch den Einsatz der Hardware von Smarttech Sympodium ermöglicht. Das "Sympodium" ist ein Touch-Display, erweitert durch zusätzliche Bedientasten. Die mitgelieferte Software speichert jeden Input, der dem Touchdisplay zugeführt wird, direkt in die Powerpoint Folien. So kann der Dozent schriftliche und graphische Annotationen während der Präsentation hinzufügen.

Kontakt:Jürgen Brehm
Email: brehm@sra.uni-hannover.de


WILD@Mannheim Voting Tool (erprobt an der BTU Cottbus)

Kontakt in Cottbus: Julia Sonnberger
Email: julia.sonnberger@tu-cottbus.de


Annotationswerkzeuge

ToGather (U Darmstadt)
dient als Annotationswerkzeug der Studierenden. Es handelt sich um eine spezielle Variante der VMB-Software (siehe oben), die den Studierenden das Eintragen eigener Annotationen in die Dozentenfolien erleichtert. Bei vorhandenem WLAN können die Vortragsfolien inklusive aller Annotationen direkt auf die Notebooks der Studierenden übertragen werden.

Kontakt: Guido Roessling
Email:guido@tk.informatik.tu-darmstadt.de


NoteIt (U Duisburg-Essen) für geteilte Annotationen in großen Veranstaltungen
NoteIt wurde als interaktives Präsentationstool für den Einsatz in der akademischen Lehre und in Besprechungen entworfen, um dort die üblichen Kreidetafeln, Overhead-Projektoren oder Flipcharts zu ersetzen, die gewohnte Benutzungsweise dieser Medien aber zu erhalten. Grundsätzlich ist NoteIt ein Werkzeug zur Erstellung handschriftlicher Notizen, bietet aber darüber hinaus weitere nützliche Funktionen.
In NoteIt werden Inhalte seitenweise und ebenenweise organisiert. Der Benutzer kann beliebig viele Seiten erstellen und auf jeder Seite bis zu drei Handschriftebenen und eine Grafikebene benutzen. Auf der Grafikebene können Bilder verschiedener Formate und Snapshots von laufenden Applikationen eingefügt werden.
Am Institut für Informatik und Interaktive Systeme der Universität Duisburg-Essen wird NoteIt seit mehreren Jahren erfolgreich in der Lehre eingesetzt. Hierbei hat sich die Möglichkeit des Mailversands der erstellten Seiten als sehr nützlich erwiesen: In kleinen Veranstaltungen (Seminare, Besprechungen) werden die Notizen üblicherweise direkt allen Teilnehmern zugeschickt; in Vorlesungen werden die elektronischen Notizen in einem Internet-Portal zur Verfügung gestellt (z.B. http://software.collide.info).
Weiterhin ist es möglich, mehrere Benutzer miteinander auf gemeinsamen Seiten arbeiten zu lassen. Somit ist kooperatives Arbeiten an verschiedenen Orten möglich.

NoteIt befindet sich zur Zeit in einem Prozess der Erweiterung und Anpassung an neue Anforderungen der Lehre: Die Unterstützung für einen Zwei-Bildschirm-Betrieb ist bereits in der Erprobungsphase; eine automatische Upload-Funktion und die Zusammenarbeit mit PHP-basierten Internetportalen ist zur Zeit in Arbeit.

Voraussetzung für den Einsatz NoteIt´s ist lediglich ein Rechner mit einer Java-Installation. NoteIt ist betriebssystemunabhängig. Für eine sinnvolle Nutzung werden allerdings handschrift-basierte Eingabemöglichkeiten empfohlen (z.B. ein Grafiktablett oder ein interaktives Whiteboard).

NoteIt ist frei verfügbar und steht zum kostenlosen Download auf den Internetseiten der COLLIDE-Forschungsgruppe der Universität Duisburg-Essen zur Verfügung. (http://www.collide.info - für den Zugang zum Download-Bereich ist eine Registrierung im Portal erforderlich.)

Für weitere Informationen siehe auch:
Bollen, L., Pinkwart, N., Kuhn, M., Hoppe, H.U. (2003). Interaktives Präsentieren und kooperatives Modellieren. Szenarien akademischen Lehrens und Lernens in Informatik und Naturwissenschaften. In: Kerres, Voß (Hrsg.). Digitaler Campus. Vom Medienprojekt zum nachhaltigen Medieneinsatz in der Hochschule. (Reihe Medien in der Wissenschaft) Münster: Waxmann Verlag.



Unterstützung von Diskussionen und Gruppenarbeit

Cool Modes (U Duisburg-Essen)
Cool Modes ist ein Rahmensystem zur Unterstützung von Diskussionen und kooperativer Modellierung in verschiedenen Wissensgebieten und wurde im Rahmen eines Dissertationsvorhabens entwickelt. Dazu werden visuelle Modellierungssprachen in synchronisierten Arbeitsbereichen verwendet. Die visuellen Modellierungssprachen werden dem System als PlugIns zugefügt und bieten so eine flexible und leicht erweiterbare Möglichkeit des Arbeitens mit verschiedenen Repräsentationsformen. Zur Zeit stehen dem Benutzer mehr als 20 dieser PlugIns zur Verfügung wie z.B. PlugIns zur Diskussions-unterstützung und zur Durchführung von Abstimmungen, zur Modellierung und Simulation von Petri Netzen und System Dynamics Netzen, zur Durchführung von stochastischen Experimenten, zur handschriftlichen Eingabe von Notizen und Skizzen etc. Der Benutzer kann mit beliebig vielen Arbeitsbereichen gleichzeitig arbeiten und Elemente (typischerweise Knoten und Kanten) verschiedener Modellierungssprachen durch Drag&Drop-Operationen erzeugen, manipulieren und miteinander in Beziehung stellen. Dabei können beliebige Sprachen in einem Arbeitsbereich gemischt verwendet werden und z.T. auch interoperieren.

Durch die Trennung von Rahmensystem und PlugIns ist es (mit geringen Programmier-kenntnissen) leicht möglich, eigene visuelle Sprachen zu definieren und dem System zuzufügen.

Cool Modes wird im Schulunterricht und in der akademischen Lehre und Forschung eingesetzt. Voraussetzung dazu ist lediglich ein Rechner mit einer Java-Installation. Cool Modes ist betriebssystemunabhängig. Für die Synchronisation mehrerer Cool Modes Anwendungen wird ein TCP/IP-Netzwerk vorausgesetzt.

Cool Modes ist frei verfügbar und steht zum kostenlosen Download auf den Internetseiten der COLLIDE-Forschungsgruppe der Universität Duisburg-Essen zur Verfügung. (http://www.collide.info - für den Zugang zum Download-Bereich ist eine Registrierung im Portal erforderlich.)

Für weitere Informationen siehe auch:
Pinkwart, N., Hoppe, H.U., Bollen, L., Fuhlrott, E. (2002). Group-oriented Modelling Tools with Heterogeneous Semantics. In: Cerri et al (Eds.). Lecture Notes in Computer Science 2363, Intelligent Tutoring Systems. Cerri et al (Eds.). Springer 2002, pp. 21-30

Bollen, L., Pinkwart, N., Kuhn, M., Hoppe, H.U. (2003). Interaktives Präsentieren und kooperatives Modellieren. Szenarien akademischen Lehrens und Lernens in Informatik und Naturwissenschaften. In: Kerres, Voß (Hrsg.). Digitaler Campus. Vom Medienprojekt zum nachhaltigen Medieneinsatz in der Hochschule. (Reihe Medien in der Wissenschaft) Münster: Waxmann Verlag.

Kontakt: Lars Bollen
Email:bollen@collide.info


IT-Colabo: Virtuelle Lern- und Kooperationsumgebung (RWTH Aachen)
Wurde in Aachen als Kooperationsplattform für Seminare eingesetzt, siehe (http://www.itproto.rwth-aachen.de/itcolabo/).


myREIFF: Virtuelle Begegnungen von Fakultätsangehörigen (RWTH Aachen)
myREIFF ist eine Internetplattform, die von den Mitgliedern der Architekturfakultät der RWTH genutzt wird (benannt nach dem Hauptfakultätsgebäude, dem so genannten Reiffmuseum). Die Plattform dient der Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden und verfügt über eine Anzahl an Tools, beispielsweise für Lehrveranstaltungen (Wahlverfahren für Entwürfe und Seminare, Verwaltung von Teilnehmerlisten, Buchung von Sprechstunden, etc.). Sinnbildlich bildet myREIFF das ´fünfte Geschoss´ der Fakultät, eine virtuelle Etage, auf der sich alle Fakultätsangehörigen - ungeachtet ihres jeweiligen physikalischen Aufenthaltsortes - begegnen können. Gerade für eine Organisationseinheit wie die Architekturfakultät, deren Institute, Bibliotheken und Seminarräume über mehrere Gebäude verteilt sind und deren Studenten mehrheitlich in privaten Arbeitsräumen organisiert sind, ist ein solches Kommunikationsangebot wichtig, damit auch informeller Kontakt und Informationsaustausch (das so genannte "Flurgespräch") stattfinden können.

Weitere Informationen: https://myreiff.arch.rwth-aachen.de



Werkzeuge zur Entwicklung von Fragebögen

Grafstat (RWTH Aachen)
ist ein Werkzeug zur Entwicklung und zum Einsatz von Fragebögen (Online Befragungen verwalten, Daten erfassen, auswerten, dokumentieren und online präsentieren). Es wurde eingesetzt sowohl zur Evaluation der Lehre innerhalb des Projekts als auch zur Lernerfolgskontrolle der Teilnehmer bei den Lehrveranstaltungen.

Weitere Informationen: http://www.grafstat.de/

Kontakt: Frank Imhoff
Email:imhoff@i4.informatik.rwth-aachen.de


Webbasiertes Notebook-Ausleihsystem

Who´s on Campus (RWTH Aachen)
Im Rahmen des URMEL-Projektes wurde das Modul Who´s onCampus entwickelt, das gerade für Notebook-Benutzer besonders interessant ist. Es ist der zentrale Kommunikationsdienst dieser Plattform und als separater Frame, der periodisch aktualisiert wird, ständig sichtbar. In diesem Frame werden alle zum jeweiligen Zeitpunkt eingeloggten Benutzer, die am Dienst teilnehmen, mit ihrem Foto, ihrem Namen und ihrem Aufenthaltsort abgebildet. Bei Notebook-Nutzern, die das WirelessLAN nutzen, wird hier die Position Ihres Accesspoints auf dem Campus ausgegeben. Zu jedem teilnehmenden Nutzer in dieser Liste lässt sich zusätzlich ein Profil aufrufen, das weitere (individuell freigegebene) Informationen enthält und verschiedene Möglichkeiten der Interaktion bietet (Instant Messaging innerhalb der Plattform, Webmail, gemeinsames Arbeiten in einer White-board-Umgebung, etc.).

Einen besonderen praktischen Nutzen erhält die Information zum Aufenthaltsort einer Person vor allem dann, wenn der Standort als eine Art Filter genutzt wird, um den richtigen Ansprechpartner zu finden. So wird in der integrierten Kompetenzbörse mySkills beispielsweise nicht nur angezeigt, wie gut eine bestimmte Person eine Fähigkeit (etwa den Umgang mit einer CAD-Software) beherrscht, sondern eben auch ihr Aufenthaltsort. Nutzer können sich somit gezielt persönlich von einer Person in ihrer Nähe helfen lassen.

Mit Hilfe des Moduls "Team | Work | Space" bekommen Lehrende wie Studierende die Möglichkeit, nicht nur, wie oben bereits beschrieben, eine Person zu treffen oder via Kompetenzbörse kennen zu lernen, sondern auch einen realen Raum für ein gemeinsames Treffen in der Nähe zu finden und zu buchen. Die Zugänglichkeit der Räume wird auch über die Plattform gesteuert.

Kontakt: Frank Imhoff
Email:imhoff@i4.informatik.rwth-aachen.de



Erstellung von wissenschaftlichen Dokumenten in der Lehre

PaperMate – ein Werkzeug für wissenschaftliches Schreiben (U Bielefeld)
Der PaperMate ist ein Open Source Werkzeug für die Erstellung von wissenschaftlichen Texten, wie Artikeln, Berichten, Protokollen, Vorträgen etc. und wurde entwickelt, um die Erstellung von wissenschaftlichen Dokumenten in der Lehre zu unterstützen. Der PaperMate besteht aus den Moduln Editor und Online-Tutor und wurde vorrangig für den Einsatz in der Lehre der Biologie entwickelt. Durch seinen allgemeinen Aufbau kann er auch in anderen Disziplinen genutzt werden. Der PaperMate ist eine lokale Anwendung und kann daher auch offline genutzt werden.

Kontakt: Frank Klapper
Email:frank.klapper@uni-bielefeld.de



Bedside-Teaching mit Notebooks in der Medizin

Das MeduMobile-Seminarsystem
Das MeduMobile-Seminarsystem umfasst die Verwaltung der Lehrveranstaltung, die Moderationsteuerung und die Falldatenbank. Die Kommunikation zwischen Hochschul-lehrern, Studierenden und Patienten wurde auf der Basis des Videokonferenzsystems daVIKo entwickelt, dass um die Moderationssteuerung erweitert wurde. Die Falldatenbank dient der Dokumentation der vorgestellten Fälle. Die Veranstaltungsverwaltung bietet Funktionen zur Erfassung und Pflege der Lehrveranstaltungen, zur Verwaltung der Nutzer und deren Zuordnung zu diesen Lehrveranstaltungen. Ferner erlaubt sie die Benachrichti-gung der Studierenden über E-Mail, Telefon und SMS.

Voraussetzung für die Teilnahme der Studierenden ist die Verfügbarkeit eines Notebook mit WLAN-Adapter und einem Headset, mit dem die Teilnehmer die Ausführungen des Hochschullehrers und ggf. auch des Patienten verfolgen können. Auf dem Notebook wird die Clientsoftware des Seminarsystems (MeduBook) installiert. Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer wie im normalen Seminar Fragen an den Patienten und an den Lehrenden richten können. Dazu können sie über eine Schaltfläche auf dem Bildschirm einen Redebeitrag bei der Moderationssteuerung anmelden. Vom steuernden Notebook des Lehrenden kann ihnen dann das Rederecht eingeräumt werden. Falls die Studierenden über eine Webcam verfügen, kann auch das Videobild des sprechenden Teilnehmers übertragen werden. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn die Studierenden direkt mit dem Patienten kommunizieren um z. B. die Anamnese zu erstellen.

Auf allen Notebooks ist es möglich, weitere Applikationen, wie z. B. den Web-Browser zu starten. Applikationen vom Notebook des Lehrenden können an alle Teilnehmer übertragen und in Form eines "Application Sharing" auch gemeinsam benutzt werden. Diese Funktion wird hauptsächlich zur Präsentation von Lehrmaterialien und zur Diskussion genutzt. Die Studierenden haben die Möglichkeit, zusätzliche Recherchen im Internet, in medizinischen Datenbanken und in den multimedialen Inhaltsdatenbanken durchzuführen.

Das MeduMobile-System besteht aus der Seminarsoftware auf der MeduOnCall-Station (Notebook beim Lehrenden), einer fast identischen Software auf den Notebooks der Studierenden (MeduBook) und einigen Servern.

Weitere Informationen: www.medumobile.charite.de

Kontakt: Trong-Nghia Nguyen-Dobinsky
Email: trong-nghia.nguyen-dobinsky@charite.de


Drucken

 
 

Übersicht
Was ist eine Notebook-Hochschule
Ergebnisse der Notebook-Initiative
Werkzeuge für mobile Szenarien
Literatur
Linkliste der geförderten Vorhaben
Ausschreibung
Veranstaltungen


 

home
über uns
kontakt
suche
sitemap
im Auftrag der

Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK)