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MiLCA - Medienintensive Lehrmodule in der Computerlinguistik-Ausbildung

Durch das Projekt MiLCA soll ein Netzwerk virtueller Lehrveranstaltungen für das akademische Fach Computerlinguistik erstellt werden. Als Projektpartner sind die computerlinguistisch ausgerichteten Fachbereiche an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, der Justus-Liebig Universität Gießen, der Universität Osnabrück, der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und der Eberhard Karls Universität in Tübingen sowie, für die Evaluation und die didaktische Beratung, das Psychologische Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen beteiligt. Assoziiert sind Fachbereiche bzw. Lehrende an den Universitäten Tilburg (NL) und Nancy (F) sowie an der Ohio State University (USA) und der Universität von Toronto (CAN).

Es handelt sich dabei um ein offenes Netzwerk, für das noch während der Laufzeit des Projektes und natürlich auch darüber hinaus weitere Partner aus Fächern mit computerlinguistischer Ausrichtung oder aus benachbarten Disziplinen gewonnen werden sollen.

Über eine Verwertungsgesellschaft sollen auch industrielle Partner mit einer sprachtechnologischen Ausrichtung als Lernpartner in dieses Netzwerk integriert werden.

Die Computerlinguistik als relativ junges akademisches Fach hat eine interdisziplinäre Ausrichtung. Sie ist in Deutschland an etlichen Universitäten mit meist sehr kleinen Kapazitäten vertreten und ist auf das jeweils vorhandene Umfeld (Nachbardisziplinen wie Informatik, Sprachwissenschaft, Kognitionswissenschaften) angewiesen. Dies führt teilweise zu einer recht einseitigen Schwerpunktbildung in der Lehre, die zudem für Studierende den Studienortwechsel erschwert.

Das Projekt MiLCA soll diesem Missstand abhelfen, indem durch die im Projekt erstellten neun Lehrveranstaltungen das Lehrangebot an allen beteiligten Standorten ergänzt und ausgewogener gestaltet wird.

Für die Studierenden ergibt sich damit unmittelbar der Vorteil, dass sie ein abgerundetes Lehrangebot bei den jeweils Besten ihres Faches besuchen und direkt mit KommilitonInnen an anderen Standorten in Kontakt treten und sich in Lerngemeinschaften organisieren können. Darüberhinaus wächst die Transparenz der Studiengänge, was den Wechsel des Studienortes erheblich erleichtern dürfte.

Dies deckt sich auch mit den Absichten der beteiligten Standorte, in B.A.- und M.A.-Studiengängen die Curricula zu reorganisieren und diese national und international transparenter zu machen. Zum Teil ist dies bereits realisiert (siehe Cognitive Science Bachelor- und Masterprogramm an der Universitaet Osnabrueck, Internationaler Studiengang Computerlinguistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen.)

Aufgrund des Netzwerkcharakters des Projektes kommen eigentlich nur zwei Lernszenarien in Betracht:

Webbasiertes Lernen (web-based training, WBT). Die Studierenden erarbeiten sich Wissen und praktische Fähigkeiten im Selbststudium und im Austausch mit Tutoren, die einen Kurs entweder vor Ort oder bei der anbietenden Institution betreuen. Diese Form bietet sich für das Erlernen von Programmiersprachen, Algorithmen und Grundlagenwissen an.
Asynchrones oder synchrones Seminar. Im Vordergrund steht hier die Erarbeitung von vertiefendem Wissen oder die Kooperation in Projekten im Austausch mit KommilitonInnen an den verschiedenen beteiligten Standorten. Die Seminare werden von Dozenten der anbietenden Organisation, evtl. mit TutorInnen vor Ort, betreut.


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Ziele
Erstellung von Inhalten
Lehr-/Lernumgebung
Evaluation und didaktische Beratung
Verwertung der Ergebnisse
Beispiel 1
Beispiel 2/3
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