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Evaluation und didaktische Konzepte
Evaluationsinstrumente Durch die Bereitstellung einheitlicher Evaluationsinstrumente lässt sich der Lernprozess bzgl. Motivation, Akzeptanz und Lernerfolg in CASEPORT auch zwischen den Systemen beurteilen. Die Evaluationsergebnisse erlauben wertvolle Rückschlüsse über den Nutzen, die Defizite und Perspektiven von WBT in der medizinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung und sollen zu einer kontinuierlichen Verbesserung von CASEPORT beitragen.
Zur Qualitätssicherung der Lernfälle wurde ein dreistufiger Reviewprozess entwickelt, durch den technische, didaktische und inhaltliche Aspekte mittels eines Fragebogens bewertet und an den Autor zurück gemeldet werden. Nach jeder Fallbearbeitung werden objektive Nutzungsdaten (Zeit, Richtigkeit, Komplettheit der Bearbeitung) von allen Systemen automatisch an den Portalserver geliefert. Darüber hinaus wurde ein adaptiver Online-Fragebogen entwickelt, der sowohl die subjektive Einschätzung der jeweiligen Fallbearbeitung durch die Lernenden ermittelt als auch Fragen zu den Lernsystemen und dem Portal anbietet. Die formative und summative Evaluation der einzelnen Fälle sollen Studien über die erfolgreiche Integration der Fälle in Universitäts-übergreifende Kurse ergänzen und wurden in ersten Pilotszenarien begonnen.
Didaktische Konzepte Bei der CASEPORT-Fallerstellung ist insbesondere das Prinzip der Realitätsnähe von Bedeutung. Die Lernenden sollen damit einen Einblick in den realen Berufsalltag bekommen, indem sie mit Problemstellungen konfrontiert werden, die in ihrer Komplexität der tatsächlichen Praxis entsprechen. Alle im Projekt CASEPORT beteiligten medizinischen Lernsysteme sind fallbasiert und beziehen sich grundsätzlich auf das Konzept des Problemorientierten Lernens (POL). Dieses Konzept geht davon aus, dass über die Auseinandersetzung des Lernenden mit sorgfältig ausgewählten spezifischen Problemstellungen die Anwendung von Wissen sowie die Fähigkeit zum problemlösenden Denken gefördert wird. Ziel des POL ist es, sowohl praxisrelevante Fähigkeiten zu vermitteln und die Lernenden zu besseren Praktikern ihrer Berufe zu machen, als auch selbständiges, eigenverantwortliches sowie reflektiertes Lernen zu fördern. Weitere Konzepte, auf die sich die CASEPORT-Einzelsysteme stützen, sind das Cognitive Apprenticeship und die Goal-based Scenarios. Hierbei bearbeiten die Lernenden in Gruppen und mit ggf. tutorieller Hilfestellung ein Problem. Über das gemeinsame Lernen mit anderen und die Anwesenheit des Tutors sind die Lernenden in der Lage, schwierigere Probleme zu lösen als dies beim Einzelstudium der Fall wäre. Ein weiterer wichtiger didaktischer Aspekt ist die Lernzielorientierung der CASEPORT-Lernfälle. Um die Inhalte möglichst effektiv und für die Lernenden Gewinn bringend zu gestalten, orientieren sich die Lernfälle an für die medizinische Ausbildung entwickelten Lernzielkatalogen (Gegenstandskatalog 3, "Master List of Clinical Presentations" der University of Glasgow, "Liverpool-Hannover List of Essential Diseases" und "Swiss Catalogue of Learning Objectives" u.a.).
CASUS Lernzielfenster
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