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Moderation VR
Ziel des Projekts Moderation VR ist die Entwicklung eines fakultätsübergreifenden, netzbasierten Lehr-/Lernangebots zum Thema "Moderations- und Kreativitätstechniken".
Der kompetente Einsatz solcher Gesprächführungsmethoden zur Strukturierung der Ideenfindung und –realisierung in Arbeitsgruppen gewinnt sowohl während des Studiums als auch in der betrieblichen Praxis zunehmend an Bedeutung. Durch die Bearbeitung der entstehenden Lernmodule und Werkzeuge kann diese erforderliche Methodenkompetenz aufgebaut werden. Um den Lernprozess optimal zu gestalten, geschieht das Lernen und Üben der Inhalte auf verschiedenen Ebenen.
In einem ersten Schritt werden mediendidaktisch ausgereifte Lernmodule erstellt. Sie behandeln allgemeine Grundlagen über Moderation und Kreativität sowie einzelne Techniken wie Kartenabfrage, Brainstorming, Mindmapping und Reizwortanalyse. Zur Beschreibung der Techniken gehören Unterpunkte wie die einzelnen Vorgehensschritte, die Vor- und Nachteile und die typischen Einsatzmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk wird auf die Anwendung des Gelernten durch authentische Übungsvorschläge gelegt.
Die Lernmodule sind in einer virtuellen Plattform auf der Basis der e-Learning-Suite von Hyperwave eingebunden. Dort gibt es zur Vertiefung des Gelernten verschiedene asynchrone Kommunikationsmöglichkeiten wie den Versand von Mails und die Teilnahme an themenspezifischen Diskussionsforen. Mit der Registrierung in dieser Plattform werden die Lernenden ihrer Seminargruppe bzw. Universität zugeteilt und sie erhalten rollenspezifische Funktionen und Rechte, beispielsweise kann nur der Moderator ein neues Diskussionsforum anlegen. In ihrer Visitenkarte können die Teilnehmenden Angaben zu ihrer Person machen und Bilder von sich hochladen.
Um den Lernenden die Gelegenheit zu geben, die erworbenen Kenntnisse sofort anzuwenden, ist auf die Plattform eine begehbare 3D-Umgebung aufgesetzt. Dort befinden sich Tools, die das Anwenden der gelernten Moderations- und Kreativitätstechniken ermöglichen. Des weiteren zeichnet sich die virtuelle Welt durch Group-Awareness-Komponenten, asynchrone und synchrone Kommunikationsmöglichkeiten sowie die Repräsentation der Teilnehmenden durch selbstähnliche Avatare aus. Zur Unterstützung der Kommunikationsprozesse besteht die Möglichkeit der Nutzung eines Audio- und eines Textchats sowie eines breiten Repertoires an nonverbalen Signalen (Mimiken und Gestiken).
Durch die sofortige Umsetzung der Moderations- und Kreativitätstechniken im Gruppenraum wird die Gefahr vermindert, dass die Lerninhalte als abstrakte Informationen im Gedächtnis verbleiben. Stattdessen wird der Transfer des Gelernten gefördert und die Expertise der Lernenden im Gestalten von Arbeitstreffen erhöht. Neben der anschaulichen und transferförderlichen Aneignung von Moderations- und Kreativitätswissen wird im Projekt außerdem eine Medienkompetenz geschult, die über herkömmliche netzbasierte Lernanwendungen weit hinausgeht.
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