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Projektträger
Neue Medien in der Bildung + Fachinformation
Quelle: ViPGen – Virtuelles Praktikum Gentechnik St. Augustin: Projektträger Neue Medien in der Bildung + Fachinformation. ViPGen – Virtuelles Praktikum GentechnikInhalteEin Kernbereich von ViPGen ist das virtuelle Laborpraktikum. Hier können Studierende Erfahrungen im Umgang mit Geräten und Reagenzien gewinnen und den Ablauf der Versuche erlernen. Die Durchführung realer Praktika kann damit effizienter gestaltet werden, teuren Fehlversuchen wird vorgebeugt. Kernpunkt ist dabei die möglichst realitätsnahe Repräsentation der Laborumgebung und der Arbeitsweise. Dabei kommen die Vorteile gegenüber realen Praktika in Form einer ständigen Fehlerüberwachung, Steuerungs- und Korrekturmöglichkeiten sowie einer engen Verknüpfung zu theoretischem Hintergrundwissen zum Tragen. Das VIPGen-System ist also kein multimediales Lernprogramm, das auf Frage-Antwort-Sequenzen basiert, um zum gewünschten Lernerfolg zu gelangen. Es modelliert vielmehr das selbständige und aktive Arbeiten, das im Laborpraktikum gefordert ist.
Auf diesen grundlegenden Fähigkeiten der Laborarbeit aufbauend gilt es, die Schulung am eigentlichen wissenschaftlichen Prozess zu intensivieren, um so die Studierenden besser auf ihre berufliche Praxis vorzubereiten. Ein zweiter Fokus von ViPGen ist daher das Vermitteln von experimentellen Strategien, d. h. der Fähigkeit zum Entwurf von Experimenten zur Lösung einer spezifischen Fragestellung, ihre Durchführung und die anschließende Interpretation. Die Computersimulation bietet dabei die erforderliche höhere Flexibilität und Vielfalt bei der "Durchführung" der Experimente. Die vielfältigen für die Gentechnik und Molekularbiologie überaus wichtigen Internetressourcen können hier sinnvoll eingebunden werden. Bei der Versuchsplanung und –auswertung können die Studierenden damit wie später in ihrer beruflichen Praxis wissenschaftlich experimentell arbeiten.
Molekularbiologische Experimente aus verschiedenen Problemzusammenhängen und von unterschiedlichem Komplexitätsgrad werden in der Praxis aus einem überschaubaren Satz immer gleicher Arbeitstechniken zusammengestellt. Dieses "Modulkonzept gentechnischer Versuche" wird auch in ViPGen umgesetzt: Grundoperationen wie z. B. Restriktion, Ligation oder Gelelektrophorese sind in ViPGen fest implementiert und können zu komplexen Versuchen zusammengestellt werden. In den Praktika des Grundstudiums wird dies der Praktikumsleiter tun. In fortgeschrittenen Praktika des Hauptstudiums, in denen die Entwicklung von experimentellen Strategien im Vordergrund steht, können sich Studierende "ihre" Versuche selbst zusammenstellen und dann durchführen. So können auch hochschulspezifische Versuchsdurchführungen virtuell unterstützt werden. Außerdem erleichtert das Modulkonzept die Aktualisierung der sich schnell ändernden gentechnischen Methoden wesentlich. Zudem besteht die Möglichkeit, Geräte verschiedener Hersteller für die Durchführung von Experimenten auszuwählen, so dass die Studierenden virtuell mit den Geräten üben können, die sie später in der Praxis auch bedienen sollen. Ebenso wird neben Deutsch auch Englisch als Bedienungssprache wählbar sein, so dass das System international einsetzbar ist und dem internationalen Charakter der Gentechnik Rechnung trägt. Insgesamt entsteht so eine Lernumgebung, die flexibel an die Bedürfnisse der Lernenden und die Anforderungen der Lehrenden anpassbar ist. |

